Von ikonischen Autos zu intelligenten Erlebnissen: Wie Mercedes-Benz das Software-definierte Fahrzeug mit Atlassian entwickelt

Wir können unsere Geschwindigkeitsziele nur erreichen und unser Versprechen für softwarebasierte Fahrzeuge erst dann einlösen, wenn wir eine großartige Plattform haben. Deshalb setzen wir auf Atlassian.

Magnus Östberg

Chief Software Officer, Mercedes-Benz

Hauptergebnisse
Über 50.000
Mitarbeiter im gesamten Unternehmen arbeiten in Atlassian zusammen
10-mal
schnellere Softwareauslieferung mit Atlassian
90 %
Qualitätssteigerung bei der Erfassung und Priorisierung von Fehlern durch einen Rovo-Agenten
85 %
schnellere Erkennung mehrfach erfasster Fehler durch einen Rovo-Agenten und dadurch Zeitersparnis und weniger unnötige Arbeit
Mercedes Benz Black

Über Mercedes-Benz

Die Mercedes-Benz Group AG (ehemals Daimler AG) ist einer der erfolgreichsten Automobilhersteller der Welt. Als Erfinder des Automobils prägt Mercedes-Benz seit über 140 Jahren die individuelle Mobilität und treibt Innovationen voran. Die Mercedes-Benz AG in der Gruppe bietet eine breite Palette an hochwertigen Pkw und Premium-Transportern an. Mercedes-Benz Financial Services ist ein weiterer wichtiger Teil der Gruppe und spielt eine zentrale Rolle im Finanzierungsgeschäft.

Branche
Automobilbranche
Anzahl Benutzer
50.000
Standort
Deutschland

Herausforderung: Das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) unterstützt das Unternehmen bei der Transformation von einem traditionellen Automobilhersteller zu einem Innovator für softwaredefinierte Fahrzeuge. Veraltete Infrastrukturen und Silos hielten die F&E- und IT-Teams jedoch davon ab, in großem Umfang zusammenzuarbeiten, mit KI Innovationen zu entwickeln und neue Fahrzeuge schnell auf den Markt zu bringen.

Lösung: Das Unternehmen bringt seine Mitarbeiter, ihre Arbeit und den Kontext auf einer zentralen KI-gestützten Plattform zusammen. Atlassian Cloud Enterprise und Rovo fungieren als Motor des einheitlichen System of Work bei Mercedes-Benz. So können die über 50.000 Mitarbeiter aus technischen Teams und anderen Geschäftsbereichen gemeinsam die Bereitstellung beschleunigen, Innovationen schaffen und den Mehrwert steigern.

Wirkung: Mercedes-Benz baut auf einem starken Fundament auf und hat seine Leistung erheblich gesteigert. Produktivität, Effizienz, Qualität, Kostenkontrolle und Compliance wurden weiter gestärkt. Im gesamten Unternehmen arbeiten Teams auf einer gemeinsamen Plattform nahtlos zusammen und nutzen KI, um die nächste Generation hochwertiger softwaredefinierter Fahrzeuge noch schneller auf den Markt zu bringen.

Eine Automobilmarke mit langjähriger Geschichte erfindet sich in Hochgeschwindigkeit neu

Mehr als 140 Jahre nach der Entwicklung des ersten Automobils erfindet Mercedes-Benz mit Unterstützung von Atlassian das Auto völlig neu. Seit der Einführung von MB.OS entwickelt das Unternehmen sogenannte softwaredefinierte Fahrzeuge (Software-Defined Vehicles, SDVs) und damit intelligente, sich ständig weiterentwickelnde Fahrerlebnisse, die sich wie eine natürliche Erweiterung des digitalen Lebens der Kunden anfühlen.

Um regelmäßig neue Funktionen kabellos bereitstellen und schnell auf das sich ständig verändernde Kundenfeedback reagieren zu können, mussten die Softwareteams von Mercedes-Benz ihre Art der Zusammenarbeit im großen Maßstab ändern – und das schnell.

Eine so umfangreiche Transformation ist allein unmöglich zu bewältigen. Die Teams, die an MB.OS zusammenarbeiten, wandten sich an Atlassian, um Hilfe beim Aufbau eines System of Work zu erhalten, das die Mitarbeiter, ihre Arbeit und den Kontext miteinander verbindet. Das Ziel bestand darin, die Planung, Bereitstellung und Innovation zu beschleunigen. Seit der wegweisenden Entscheidung, Atlassian als zentrale Plattform für dieses System of Work zu nutzen, hat Mercedes-Benz viel erreicht:

  • Vernetzung von mehr als 50.000 Mitarbeitern an über 260 Standorten, die jetzt nahtloser zusammenarbeiten und ihre Aufgaben schneller abschließen können

  • Beschleunigung der Softwareauslieferung um das 10-fache

  • Verlagerung von 80 % der Kapazität des Plattformteams von der reinen Wartung auf Service und Innovation

  • Einführung von Rovo KI-Agenten, damit Produktmanager, Test-Engineers und Servicemitarbeiter mit Kundenkontakt schneller bessere Arbeit leisten können

Matthias Schneider, Vice President IT RD and Procurement, sagt: "Die wichtigsten Faktoren sind Innovation und Produktentwicklungszeit. Wir müssen deutlich schneller werden. Dabei unterstützt uns die Plattform von Atlassian maßgeblich."

Komplexität und Mitbewerber forcieren eigene Weiterentwicklung

Die Teams bei Mercedes-Benz hatten Jira und Confluence bereits organisch für das Produkt- und Wissensmanagement in den Bereichen IT und F&E eingeführt. Wie bei vielen schnell wachsenden, zukunftsorientierten Unternehmen durften die Teams ihre eigenen Instanzen einrichten und entsprechend ihren Anforderungen optimieren. Im Laufe der Zeit führte diese Autonomie und das schnelle Wachstum zu mehr Komplexität und es kam zu Herausforderungen.

"Als die Teams noch klein waren, kamen wir weitgehend ohne Governance und Standardisierung aus. Mit deutlich mehr Benutzern und Projekten funktionierte das aber nicht mehr", erinnert sich Matthias. "Eine Standardisierung war unverzichtbar, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten."

Die Technologieteams bei Mercedes Benz wollten alles gleichzeitig: Standardisierung, Vereinfachung, Skalierung und Beschleunigung. Um dies zu erreichen, trafen sie die bedeutsame Entscheidung, voll auf Atlassian Cloud zu setzen und mehr Funktionen auf der Plattform zu nutzen, beispielsweise Rovo KI.

Konsolidierung und Upgrade auf eine vertrauenswürdige, unternehmenstaugliche Plattform

Die Entscheidung, vollends auf die Plattform von Atlassian zu setzen, wurde nicht leichtfertig getroffen. Zu Beginn war die Führungsebene skeptisch, ob Atlassian mit der Größenordnung von Mercedes-Benz zurechtkommen würde. Letztlich gaben die Sicherheits- und Compliance-Experten des Unternehmens nach umfangreicher Sorgfaltsprüfung ihr Okay. Die Führungskräfte hatten das Potenzial von Atlassian als Dreh- und Angelpunkt ihres System of Work erkannt. Matthias erklärt: "Wir haben uns bewusst für Atlassian entschieden, weil wir die Vorteile und Möglichkeiten einer zentralen Plattform erkannt hatten: viel schnellere Innovation, neue Funktionen, Kosteneffizienz, Sicherheit und Governance."

Aus der Präsentation von Mercedes-Benz auf der Team '25 Europe

Innerhalb von etwa zwei Jahren konsolidierte und migrierte das Team Tausende Projekte und Benutzer zu Atlassian Cloud Enterprise. Mit einer zentralisierten, modernen Plattform profitieren Mitarbeiter in den Bereichen F&E und IT nicht nur von einer höheren Benutzerfreundlichkeit, sondern auch vom Zugang zu mehr Apps, die ihnen helfen, schneller und intelligenter zu arbeiten. 

Die Atlassian-Plattform von Mercedes-Benz umfasst jetzt:

  • Jira zum Planen und Liefern von Aufgaben in Software-, Hardware- und Geschäftsteams

  • Confluence als Knotenpunkt für die Dokumentation und den Austausch von Wissen

  • Jira Service Management für Enterprise Service Management in der IT, F&E und anderen Bereichen

  • Forge für umfassende Anpassungsmöglichkeiten und Domain-spezifische Apps

  • Rovo KI hilft Mitarbeitern dabei, schneller Antworten zu finden, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Aufgaben regelkonform zu automatisieren

  • Eine einheitliche Datenebene (Teamwork Graph), die als "organisatorisches Gedächtnis" dient und Mitarbeiter, Aufgaben und Kontext im gesamten Unternehmen verbindet, um bessere KI- und Geschäftsergebnisse zu erzielen

Über 30.000 Benutzer entdecken die Vorteile der neuen Cloud-Plattform

Jetzt erleben über 30.000 Benutzer, wie reibungslos es ist, ihre Atlassian-Tools in der Cloud zu verwenden. Self-Service-Optionen, Automatisierung und höhere Verfügbarkeit haben ihnen unzählige Arbeitsstunden erspart. Zum Beispiel wurde der Prozess zur Erstellung eines neuen Projekts oder Bereichs in der Cloud erheblich optimiert. "Vorher war die Erstellung von Projekten, Bereichen und Anpassungen mit zu viel manuellem Aufwand verbunden. Die Benutzer mussten Tickets erstellen und warten, bis jemand darauf antwortete. Jetzt können sie den Vorgang in wenigen Minuten selbst abschließen", berichtet Sari. Außerdem sorgt der reduzierte Verwaltungsaufwand dafür, dass sich das MCP-Team jetzt wichtigeren Aufgaben widmen kann. "Wir können uns auf komplexere Anwendungsfälle konzentrieren und uns intensiver mit den Leuten beraten", erklärt er. 

Die Arbeit in der Cloud hat auch den Zugriff auf wertvolle neue Funktionen und Tools ermöglicht. Mit der Multi-Faktor-Authentifizierung der Cloud und Single-Sign-On von Atlassian Guard konnte Mercedes-Benz zum Beispiel seine hohen Sicherheitsstandards und den einfachen Anmeldeprozess beibehalten. Einigen Abteilungen gefiel Jira Service Management während der Migration so sehr, dass sie Möglichkeiten sahen, das Tool auch auf den externen Kundenservice anzuwenden, was beim Data Center-Deployment des Unternehmens nicht möglich gewesen wäre. 

"Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir für F&E, Support und all unsere Teams die besten Voraussetzungen schaffen", sagt Sari. "Dazu erleichtern wir die gemeinsame Zusammenarbeit und ermöglichen ihnen, in der Cloud schneller zu arbeiten."

Nach mehr als 25 Jahren in der Technologiebranche – davon über 20 Jahre bei Mercedes-Benz – war Matthias von der reibungslosen Migration und dem anschließenden Erfolg beeindruckt. "Wir waren zunächst nicht sicher, ob Atlassian Cloud unternehmenstauglich war. Atlassian stellte sich jedoch der Herausforderung und konnte beweisen, dass es unseren Benutzern, komplexen Anforderungen und hohen Standards gerecht wird."

Einführung von Rovo sorgt für Qualitäts-, Geschwindigkeits- und Kostenvorteile

Die KI-Funktionen der Atlassian Cloud und die agentischen Workflows in Rovo verändern grundlegend die Art und Weise, wie Unternehmen Aufgaben angehen und Probleme lösen. 

Bestes Beispiel ist das Fehlermanagement. Der Name Mercedes-Benz steht seit jeher für Qualität. Die Aufrechterhaltung hoher Standards wird jedoch exponentiell schwieriger, wenn die Komplexität zunimmt. Bei einer einzelnen Baureihe werden bei Tests möglicherweise Tausende Fehler gefunden. Wenn mehrere Baureihen gleichzeitig getestet werden, können sich viele Fehlerduplikate ergeben. "Bei unseren Testfahrten stoßen wir auf eine Vielzahl von Fehlern, deren Behebung immense Ressourcen erfordert", sagte Produktmanager Tobias Langjahr. "Jetzt, da wir in der Atlassian Cloud sind, haben wir mit Rovo eine Lösung gefunden."

Tobias Team hat einen Rovo-Agenten entwickelt, um die Erfassung und Priorisierung von Fehlern zu automatisieren. Sobald jemand einen Defekt meldet, analysiert der Agent den Inhalt, prüft auf Duplikate, verifiziert, dass Traces und Protokolle zu Kontextzwecken angehängt werden, fragt ein anderes System nach ähnlichen Anomalien ab und zeigt den Technikern, womit sie sich als Nächstes beschäftigen sollten.

Rovo-Agent von Mercedes-Benz für die Erfassung von Fehlern und die Erkennung von Duplikaten

Mit diesem einzelnen Rovo-Agenten konnte Mercedes-Benz die Qualität der Fehlermeldungen um 90 % verbessern, den Prozess um 85 % beschleunigen und Verschwendung erheblich reduzieren. Dabei wurde das Fehler- und Testmanagement für alle Beteiligten deutlich einfacher und effizienter. 

Bisherige Verbesserungen mit dem Rovo-Agenten für das Fehlermanagement

Schneller vorankommen mit agentenbasierten Workflows

Als Mercedes-Benz die Einführung von Rovo fortsetzte, wendeten Teams es auf verschiedene Weise auf ihre Arbeit an. Produktmanager nutzen etwa einen Rovo-Agenten, um Notizen aus Kundengesprächen in hochwertige, präzise Vorgangsbeschreibungen umzuwandeln. Beim Einreichen von Serviceanfragen können Mitarbeiter zudem einen Rovo-Agenten verwenden, um sicherzustellen, dass sie genügend Details zur Anfrage hinzugefügt haben, was die Antwortzeiten verkürzt und die Gesamterfahrung verbessert.

Diese Verbesserungen ermöglichen es Mitarbeitern im gesamten Unternehmen, in kürzerer Zeit hochwertigere Arbeit zu leisten. "Mit Rovo als Ergänzung können wir unsere Daten vereinheitlichen, wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Risiken reduzieren. Der Agent verändert unsere Arbeitsweise, indem er unseren Teams ermöglicht, die Leistung und Innovation zu beschleunigen", erklärt Tobias. 

Magnus Östberg, Chief Software Officer, fügt hinzu: "Rovo stellt unseren Teammitgliedern genau dann die richtigen Daten zur Verfügung, wenn sie diese benötigen. Wenn Agenten Informationen aus unserer gesamten Atlassian-Plattform finden, verknüpfen und darauf reagieren können, ist das eine enorme Hilfe, weil wir dadurch die gewünschte Geschwindigkeit erreichen können."

Verbesserung und Beschleunigung von Bereitstellung und Service

Die schnellere Bereitstellung von Software ist nur ein Teil des Puzzles. Mercedes-Benz arbeitet auch daran, Mitarbeitern einen besseren Service schneller bereitzustellen, indem die Erfassung von Anfragen, deren Weiterleitung und Service-Level-Agreements mit Jira Service Management standardisiert werden. 

Da die App zusammen mit Jira und Confluence funktioniert und durch Rovo erweitert wird, können sich Benutzer in vielen Fällen selbst helfen, wodurch das Ticketvolumen und die Lösungszeiten reduziert werden konnten. Die Freischaltung des Zugriffs auf Assets in Jira Service Management Cloud ermöglichte es dem Team, eine zentrale Informationsquelle für die aktuellsten Metadaten zu Automodellen, Varianten und Komponenten zu schaffen. Hierdurch können die Auswirkungsanalyse und Änderungskoordination erheblich optimiert werden, wenn Änderungen eintreten. 

Tobias sagt: "Jira Service Management ist das Rückgrat all unserer Support-Einheiten und hilft unseren Kunden dabei, die richtige Unterstützung zu erhalten. Dank integrierter KI können sie diese Unterstützung jetzt auch noch schneller erhalten."

Beschleunigung der Softwarebereitstellung und Innovation – gemeinsam

Aus der Präsentation von Mercedes-Benz auf der Team '25 Europe

Da das Team die Teamarbeit weiterhin auf Atlassian zentralisiert und seinem Transformationsziel näher kommt, sieht das Unternehmen bereits ermutigende Ergebnisse.

Schnellere Bereitstellung
"Es gibt tatsächlich Beispiele, bei denen wir eine 10-fache Leistungsverbesserung erreicht haben, und zwar erhebliche Leistungs- und Geschwindigkeitssteigerungen ohne Ausfälle", sagt Tobias.

Mehr Zeit für die Verbesserung von Service und Innovation
"Wir haben 80 % unserer Kapazität für Wartung, Reparatur und Aktualisierung von Dingen ausgelagert. Wenn du 80 % deiner Arbeitszeit sparst, kannst du dich darauf konzentrieren, mit Kunden zu sprechen und andere Aufgaben voranzubringen", erklärt Tobias.

Bessere Kostenkontrolle und Compliance
"Mit Atlassian profitieren wir von einer viel besseren Kostenkontrolle, Sicherheit und Compliance", erklärt Matthias.

Mehr disziplinübergreifende Zusammenarbeit
"Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen und auch innerhalb von F&E ist viel einfacher. Du benötigst eine Kollaborationsplattform für das gesamte Unternehmen. Unsere Atlassian-Plattform ist das ideale Tool für unsere Transformation", sagt Matthias.

Das Unternehmen plant, die Partnerschaft mit Atlassian fortzusetzen, um Teams dabei zu helfen, mit Rovo noch schneller und souveräner zu arbeiten. Ihre Nutzung fortgeschrittener Funktionen wie Compass und dem Teamwork Graph soll vertieft werden, um damit komplexe Abhängigkeiten zwischen Hardware- und Softwaresystemen zu verwalten.

Diese Verbesserungen werden der Schlüssel dafür sein, Dutzende von SDVs schnell auf den Markt zu bringen und in einer schnelllebigen, hart umkämpften Branche weiterhin einen Vorsprung zu haben. Magnus sagt: "Wir können unsere Geschwindigkeitsziele nur erreichen und unser Versprechen für softwarebasierte Fahrzeuge erst dann einlösen, wenn wir eine großartige Plattform haben. Deshalb setzen wir auf Atlassian." 

Herausforderung: Das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) unterstützt das Unternehmen bei der Transformation von einem traditionellen Automobilhersteller zu einem Innovator für softwaredefinierte Fahrzeuge. Veraltete Infrastrukturen und Silos hielten die F&E- und IT-Teams jedoch davon ab, in großem Umfang zusammenzuarbeiten, mit KI Innovationen zu entwickeln und neue Fahrzeuge schnell auf den Markt zu bringen.

Lösung: Das Unternehmen bringt seine Mitarbeiter, ihre Arbeit und den Kontext auf einer zentralen KI-gestützten Plattform zusammen. Atlassian Cloud Enterprise und Rovo fungieren als Motor des einheitlichen System of Work bei Mercedes-Benz. So können die über 50.000 Mitarbeiter aus technischen Teams und anderen Geschäftsbereichen gemeinsam die Bereitstellung beschleunigen, Innovationen schaffen und den Mehrwert steigern.

Wirkung: Mercedes-Benz baut auf einem starken Fundament auf und hat seine Leistung erheblich gesteigert. Produktivität, Effizienz, Qualität, Kostenkontrolle und Compliance wurden weiter gestärkt. Im gesamten Unternehmen arbeiten Teams auf einer gemeinsamen Plattform nahtlos zusammen und nutzen KI, um die nächste Generation hochwertiger softwaredefinierter Fahrzeuge noch schneller auf den Markt zu bringen.

Eine Automobilmarke mit langjähriger Geschichte erfindet sich in Hochgeschwindigkeit neu

Mehr als 140 Jahre nach der Entwicklung des ersten Automobils erfindet Mercedes-Benz mit Unterstützung von Atlassian das Auto völlig neu. Seit der Einführung von MB.OS entwickelt das Unternehmen sogenannte softwaredefinierte Fahrzeuge (Software-Defined Vehicles, SDVs) und damit intelligente, sich ständig weiterentwickelnde Fahrerlebnisse, die sich wie eine natürliche Erweiterung des digitalen Lebens der Kunden anfühlen.

Um regelmäßig neue Funktionen kabellos bereitstellen und schnell auf das sich ständig verändernde Kundenfeedback reagieren zu können, mussten die Softwareteams von Mercedes-Benz ihre Art der Zusammenarbeit im großen Maßstab ändern – und das schnell.

Eine so umfangreiche Transformation ist allein unmöglich zu bewältigen. Die Teams, die an MB.OS zusammenarbeiten, wandten sich an Atlassian, um Hilfe beim Aufbau eines System of Work zu erhalten, das die Mitarbeiter, ihre Arbeit und den Kontext miteinander verbindet. Das Ziel bestand darin, die Planung, Bereitstellung und Innovation zu beschleunigen. Seit der wegweisenden Entscheidung, Atlassian als zentrale Plattform für dieses System of Work zu nutzen, hat Mercedes-Benz viel erreicht:

  • Vernetzung von mehr als 50.000 Mitarbeitern an über 260 Standorten, die jetzt nahtloser zusammenarbeiten und ihre Aufgaben schneller abschließen können

  • Beschleunigung der Softwareauslieferung um das 10-fache

  • Verlagerung von 80 % der Kapazität des Plattformteams von der reinen Wartung auf Service und Innovation

  • Einführung von Rovo KI-Agenten, damit Produktmanager, Test-Engineers und Servicemitarbeiter mit Kundenkontakt schneller bessere Arbeit leisten können

Matthias Schneider, Vice President IT RD and Procurement, sagt: "Die wichtigsten Faktoren sind Innovation und Produktentwicklungszeit. Wir müssen deutlich schneller werden. Dabei unterstützt uns die Plattform von Atlassian maßgeblich."

Komplexität und Mitbewerber forcieren eigene Weiterentwicklung

Die Teams bei Mercedes-Benz hatten Jira und Confluence bereits organisch für das Produkt- und Wissensmanagement in den Bereichen IT und F&E eingeführt. Wie bei vielen schnell wachsenden, zukunftsorientierten Unternehmen durften die Teams ihre eigenen Instanzen einrichten und entsprechend ihren Anforderungen optimieren. Im Laufe der Zeit führte diese Autonomie und das schnelle Wachstum zu mehr Komplexität und es kam zu Herausforderungen.

"Als die Teams noch klein waren, kamen wir weitgehend ohne Governance und Standardisierung aus. Mit deutlich mehr Benutzern und Projekten funktionierte das aber nicht mehr", erinnert sich Matthias. "Eine Standardisierung war unverzichtbar, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten."

Die Technologieteams bei Mercedes Benz wollten alles gleichzeitig: Standardisierung, Vereinfachung, Skalierung und Beschleunigung. Um dies zu erreichen, trafen sie die bedeutsame Entscheidung, voll auf Atlassian Cloud zu setzen und mehr Funktionen auf der Plattform zu nutzen, beispielsweise Rovo KI.

Konsolidierung und Upgrade auf eine vertrauenswürdige, unternehmenstaugliche Plattform

Die Entscheidung, vollends auf die Plattform von Atlassian zu setzen, wurde nicht leichtfertig getroffen. Zu Beginn war die Führungsebene skeptisch, ob Atlassian mit der Größenordnung von Mercedes-Benz zurechtkommen würde. Letztlich gaben die Sicherheits- und Compliance-Experten des Unternehmens nach umfangreicher Sorgfaltsprüfung ihr Okay. Die Führungskräfte hatten das Potenzial von Atlassian als Dreh- und Angelpunkt ihres System of Work erkannt. Matthias erklärt: "Wir haben uns bewusst für Atlassian entschieden, weil wir die Vorteile und Möglichkeiten einer zentralen Plattform erkannt hatten: viel schnellere Innovation, neue Funktionen, Kosteneffizienz, Sicherheit und Governance."

Aus der Präsentation von Mercedes-Benz auf der Team '25 Europe

Innerhalb von etwa zwei Jahren konsolidierte und migrierte das Team Tausende Projekte und Benutzer zu Atlassian Cloud Enterprise. Mit einer zentralisierten, modernen Plattform profitieren Mitarbeiter in den Bereichen F&E und IT nicht nur von einer höheren Benutzerfreundlichkeit, sondern auch vom Zugang zu mehr Apps, die ihnen helfen, schneller und intelligenter zu arbeiten. 

Die Atlassian-Plattform von Mercedes-Benz umfasst jetzt:

  • Jira zum Planen und Liefern von Aufgaben in Software-, Hardware- und Geschäftsteams

  • Confluence als Knotenpunkt für die Dokumentation und den Austausch von Wissen

  • Jira Service Management für Enterprise Service Management in der IT, F&E und anderen Bereichen

  • Forge für umfassende Anpassungsmöglichkeiten und Domain-spezifische Apps

  • Rovo KI hilft Mitarbeitern dabei, schneller Antworten zu finden, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Aufgaben regelkonform zu automatisieren

  • Eine einheitliche Datenebene (Teamwork Graph), die als "organisatorisches Gedächtnis" dient und Mitarbeiter, Aufgaben und Kontext im gesamten Unternehmen verbindet, um bessere KI- und Geschäftsergebnisse zu erzielen

Über 30.000 Benutzer entdecken die Vorteile der neuen Cloud-Plattform

Jetzt erleben über 30.000 Benutzer, wie reibungslos es ist, ihre Atlassian-Tools in der Cloud zu verwenden. Self-Service-Optionen, Automatisierung und höhere Verfügbarkeit haben ihnen unzählige Arbeitsstunden erspart. Zum Beispiel wurde der Prozess zur Erstellung eines neuen Projekts oder Bereichs in der Cloud erheblich optimiert. "Vorher war die Erstellung von Projekten, Bereichen und Anpassungen mit zu viel manuellem Aufwand verbunden. Die Benutzer mussten Tickets erstellen und warten, bis jemand darauf antwortete. Jetzt können sie den Vorgang in wenigen Minuten selbst abschließen", berichtet Sari. Außerdem sorgt der reduzierte Verwaltungsaufwand dafür, dass sich das MCP-Team jetzt wichtigeren Aufgaben widmen kann. "Wir können uns auf komplexere Anwendungsfälle konzentrieren und uns intensiver mit den Leuten beraten", erklärt er. 

Die Arbeit in der Cloud hat auch den Zugriff auf wertvolle neue Funktionen und Tools ermöglicht. Mit der Multi-Faktor-Authentifizierung der Cloud und Single-Sign-On von Atlassian Guard konnte Mercedes-Benz zum Beispiel seine hohen Sicherheitsstandards und den einfachen Anmeldeprozess beibehalten. Einigen Abteilungen gefiel Jira Service Management während der Migration so sehr, dass sie Möglichkeiten sahen, das Tool auch auf den externen Kundenservice anzuwenden, was beim Data Center-Deployment des Unternehmens nicht möglich gewesen wäre. 

"Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir für F&E, Support und all unsere Teams die besten Voraussetzungen schaffen", sagt Sari. "Dazu erleichtern wir die gemeinsame Zusammenarbeit und ermöglichen ihnen, in der Cloud schneller zu arbeiten."

Nach mehr als 25 Jahren in der Technologiebranche – davon über 20 Jahre bei Mercedes-Benz – war Matthias von der reibungslosen Migration und dem anschließenden Erfolg beeindruckt. "Wir waren zunächst nicht sicher, ob Atlassian Cloud unternehmenstauglich war. Atlassian stellte sich jedoch der Herausforderung und konnte beweisen, dass es unseren Benutzern, komplexen Anforderungen und hohen Standards gerecht wird."

Einführung von Rovo sorgt für Qualitäts-, Geschwindigkeits- und Kostenvorteile

Die KI-Funktionen der Atlassian Cloud und die agentischen Workflows in Rovo verändern grundlegend die Art und Weise, wie Unternehmen Aufgaben angehen und Probleme lösen. 

Bestes Beispiel ist das Fehlermanagement. Der Name Mercedes-Benz steht seit jeher für Qualität. Die Aufrechterhaltung hoher Standards wird jedoch exponentiell schwieriger, wenn die Komplexität zunimmt. Bei einer einzelnen Baureihe werden bei Tests möglicherweise Tausende Fehler gefunden. Wenn mehrere Baureihen gleichzeitig getestet werden, können sich viele Fehlerduplikate ergeben. "Bei unseren Testfahrten stoßen wir auf eine Vielzahl von Fehlern, deren Behebung immense Ressourcen erfordert", sagte Produktmanager Tobias Langjahr. "Jetzt, da wir in der Atlassian Cloud sind, haben wir mit Rovo eine Lösung gefunden."

Tobias Team hat einen Rovo-Agenten entwickelt, um die Erfassung und Priorisierung von Fehlern zu automatisieren. Sobald jemand einen Defekt meldet, analysiert der Agent den Inhalt, prüft auf Duplikate, verifiziert, dass Traces und Protokolle zu Kontextzwecken angehängt werden, fragt ein anderes System nach ähnlichen Anomalien ab und zeigt den Technikern, womit sie sich als Nächstes beschäftigen sollten.

Rovo-Agent von Mercedes-Benz für die Erfassung von Fehlern und die Erkennung von Duplikaten

Mit diesem einzelnen Rovo-Agenten konnte Mercedes-Benz die Qualität der Fehlermeldungen um 90 % verbessern, den Prozess um 85 % beschleunigen und Verschwendung erheblich reduzieren. Dabei wurde das Fehler- und Testmanagement für alle Beteiligten deutlich einfacher und effizienter. 

Bisherige Verbesserungen mit dem Rovo-Agenten für das Fehlermanagement

Schneller vorankommen mit agentenbasierten Workflows

Als Mercedes-Benz die Einführung von Rovo fortsetzte, wendeten Teams es auf verschiedene Weise auf ihre Arbeit an. Produktmanager nutzen etwa einen Rovo-Agenten, um Notizen aus Kundengesprächen in hochwertige, präzise Vorgangsbeschreibungen umzuwandeln. Beim Einreichen von Serviceanfragen können Mitarbeiter zudem einen Rovo-Agenten verwenden, um sicherzustellen, dass sie genügend Details zur Anfrage hinzugefügt haben, was die Antwortzeiten verkürzt und die Gesamterfahrung verbessert.

Diese Verbesserungen ermöglichen es Mitarbeitern im gesamten Unternehmen, in kürzerer Zeit hochwertigere Arbeit zu leisten. "Mit Rovo als Ergänzung können wir unsere Daten vereinheitlichen, wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Risiken reduzieren. Der Agent verändert unsere Arbeitsweise, indem er unseren Teams ermöglicht, die Leistung und Innovation zu beschleunigen", erklärt Tobias. 

Magnus Östberg, Chief Software Officer, fügt hinzu: "Rovo stellt unseren Teammitgliedern genau dann die richtigen Daten zur Verfügung, wenn sie diese benötigen. Wenn Agenten Informationen aus unserer gesamten Atlassian-Plattform finden, verknüpfen und darauf reagieren können, ist das eine enorme Hilfe, weil wir dadurch die gewünschte Geschwindigkeit erreichen können."

Verbesserung und Beschleunigung von Bereitstellung und Service

Die schnellere Bereitstellung von Software ist nur ein Teil des Puzzles. Mercedes-Benz arbeitet auch daran, Mitarbeitern einen besseren Service schneller bereitzustellen, indem die Erfassung von Anfragen, deren Weiterleitung und Service-Level-Agreements mit Jira Service Management standardisiert werden. 

Da die App zusammen mit Jira und Confluence funktioniert und durch Rovo erweitert wird, können sich Benutzer in vielen Fällen selbst helfen, wodurch das Ticketvolumen und die Lösungszeiten reduziert werden konnten. Die Freischaltung des Zugriffs auf Assets in Jira Service Management Cloud ermöglichte es dem Team, eine zentrale Informationsquelle für die aktuellsten Metadaten zu Automodellen, Varianten und Komponenten zu schaffen. Hierdurch können die Auswirkungsanalyse und Änderungskoordination erheblich optimiert werden, wenn Änderungen eintreten. 

Tobias sagt: "Jira Service Management ist das Rückgrat all unserer Support-Einheiten und hilft unseren Kunden dabei, die richtige Unterstützung zu erhalten. Dank integrierter KI können sie diese Unterstützung jetzt auch noch schneller erhalten."

Beschleunigung der Softwarebereitstellung und Innovation – gemeinsam

Aus der Präsentation von Mercedes-Benz auf der Team '25 Europe

Da das Team die Teamarbeit weiterhin auf Atlassian zentralisiert und seinem Transformationsziel näher kommt, sieht das Unternehmen bereits ermutigende Ergebnisse.

Schnellere Bereitstellung
"Es gibt tatsächlich Beispiele, bei denen wir eine 10-fache Leistungsverbesserung erreicht haben, und zwar erhebliche Leistungs- und Geschwindigkeitssteigerungen ohne Ausfälle", sagt Tobias.

Mehr Zeit für die Verbesserung von Service und Innovation
"Wir haben 80 % unserer Kapazität für Wartung, Reparatur und Aktualisierung von Dingen ausgelagert. Wenn du 80 % deiner Arbeitszeit sparst, kannst du dich darauf konzentrieren, mit Kunden zu sprechen und andere Aufgaben voranzubringen", erklärt Tobias.

Bessere Kostenkontrolle und Compliance
"Mit Atlassian profitieren wir von einer viel besseren Kostenkontrolle, Sicherheit und Compliance", erklärt Matthias.

Mehr disziplinübergreifende Zusammenarbeit
"Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen und auch innerhalb von F&E ist viel einfacher. Du benötigst eine Kollaborationsplattform für das gesamte Unternehmen. Unsere Atlassian-Plattform ist das ideale Tool für unsere Transformation", sagt Matthias.

Das Unternehmen plant, die Partnerschaft mit Atlassian fortzusetzen, um Teams dabei zu helfen, mit Rovo noch schneller und souveräner zu arbeiten. Ihre Nutzung fortgeschrittener Funktionen wie Compass und dem Teamwork Graph soll vertieft werden, um damit komplexe Abhängigkeiten zwischen Hardware- und Softwaresystemen zu verwalten.

Diese Verbesserungen werden der Schlüssel dafür sein, Dutzende von SDVs schnell auf den Markt zu bringen und in einer schnelllebigen, hart umkämpften Branche weiterhin einen Vorsprung zu haben. Magnus sagt: "Wir können unsere Geschwindigkeitsziele nur erreichen und unser Versprechen für softwarebasierte Fahrzeuge erst dann einlösen, wenn wir eine großartige Plattform haben. Deshalb setzen wir auf Atlassian." 

Mercedes Benz Black

Über Mercedes-Benz

Die Mercedes-Benz Group AG (ehemals Daimler AG) ist einer der erfolgreichsten Automobilhersteller der Welt. Als Erfinder des Automobils prägt Mercedes-Benz seit über 140 Jahren die individuelle Mobilität und treibt Innovationen voran. Die Mercedes-Benz AG in der Gruppe bietet eine breite Palette an hochwertigen Pkw und Premium-Transportern an. Mercedes-Benz Financial Services ist ein weiterer wichtiger Teil der Gruppe und spielt eine zentrale Rolle im Finanzierungsgeschäft.

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