Jira Service Management ist jetzt als Teil von Service Collection leistungsfähiger denn je. Schaffe ein außergewöhnliches Serviceerlebnis mit Rovo, Assets und unserer neuen Customer Service Management-App.Jetzt testen

Was versteht man beim modernen Servicemanagement unter dem Sicherheitsrisikomanagement?

Wichtigste Vorteile

  • Das Sicherheitsrisikomanagement ist ein strukturiertes Framework für die Erkennung, Bewertung und Behebung von Sicherheitsbedrohungen.

  • Sicherheitsrisiken werden basierend auf ihren potenziellen Auswirkungen und ihrer Ausnutzbarkeit priorisiert.

  • ITSM spielt beim Sicherheitsrisikomanagement eine Schlüsselrolle.

  • Das Sicherheitsrisikomanagement lässt sich optimieren, indem du ein standardisiertes Playbook erstellst, Routineaufgaben automatisierst und operative Metriken nutzt.

Sicherheitsrisiken können erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben und zu Datenverlusten und Ausfällen führen. Das Sicherheitsrisikomanagement spielt eine entscheidende Rolle für die Cybersicherheit und hilft Unternehmen, Sicherheitsrisiken zu identifizieren und zu beheben.

Ohne einen klaren Prozess zum Beheben von Sicherheitsrisiken wissen Teams oft nicht, welche Risiken sofortige Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Erfahre mehr über das Sicherheitsrisikomanagement und seine Bedeutung für ITSM-Teams.

Was versteht man unter dem Begriff "Sicherheitsrisikomanagement"?

Das Sicherheitsrisikomanagement ist ein strukturierter Prozess für die Ermittlung, Bewertung, Priorisierung und Behebung von Sicherheitsschwachstellen in einem Unternehmen. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Prozess: Das Sicherheitsrisikomanagement ist nicht abgeschlossen, sobald eine bestimmte Anzahl Schwachstellen identifiziert und behoben wurde. Nur die kontinuierliche Ermittlung und Beseitigung von Bedrohungen bietet deinem Unternehmen langfristigen Schutz.

Warum ist das Sicherheitsrisikomanagement so wichtig?

Das Sicherheitsrisikomanagement und die Incident Response werden immer wichtiger, da die Anzahl der Cybersicherheitsbedrohungen zunimmt. Durch SaaS, Cloud und verteilte Teams vergrößert sich die Angriffsfläche, wodurch das Risiko für dein Unternehmen zunimmt.

Regulatorischer und Governance-Druck sind ebenfalls wichtige Faktoren. Sicherheitsrisiken können dich regulatorischen Risiken aussetzen, insbesondere wenn Daten durch eine Sicherheitsbedrohung kompromittiert werden.

Nicht behobene Sicherheitsrisiken sind auch operative Risiken: Daraus resultierende Ausfälle und Datenverluste können dich viel Zeit und Geld kosten.

Der Lebenszyklus des Sicherheitsrisikomanagements

Der Lebenszyklus des Sicherheitsrisikomanagements bietet einen klaren Überblick darüber, wie Sicherheitsrisiken von Anfang bis Ende verwaltet werden.

1. Erkennung

Teams nutzen Scan-Tools, Umgebungsüberwachung und Asset-Transparenz, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu identifizieren. Es ist wichtig, sie aufzudecken, bevor sie sich auf das Unternehmen auswirken können.

Fragmentierte Tools können die Erkennung erschweren und es schwierig machen, Ergebnisse aus verschiedenen Tools zu verwalten. Mit einem einheitlichen Tool für die Erkennung wird es einfacher, den Überblick über Bedrohungen zu behalten, damit sie einfacher zu verwalten sind.

2. Bewertung

Bevor du beginnen kannst, Sicherheitsschwachstellen zu priorisieren und zu beheben, musst du sie bewerten. Sicherheitsrisiken werden üblicherweise auf drei Arten bewertet:

  • Risikobewertung: Sicherheitsrisiken wird auf Grundlage ihres Schweregrads, ihrer Ausnutzbarkeit und ihrer Auswirkungen ein numerischer Wert zugewiesen.

  • Kontextbezogene Analyse: Die kontextbezogene Analyse hilft dabei, weniger wichtige Sicherheitsrisiken auszusortieren, indem ermittelt wird, ob sie in einer bestimmten Umgebung ausnutzbar sind.

  • Faktoren für die Ausnutzbarkeit: Hier wird die Wahrscheinlichkeit gemessen, dass eine bestimmte Schwachstelle ausgenutzt wird, basierend auf der Komplexität des Angriffs, der Verfügbarkeit des Exploits und dem Netzwerk.

3. Priorisierung

Nachdem du die Sicherheitsrisiken ermittelt und bewertet hast, musst du sie priorisieren. Sicherheitsrisiken werden anhand des Risikos priorisiert, wobei die geschäftlichen Auswirkungen gegen den technischen Schweregrad abgewogen werden, um festzulegen, für welche Sicherheitsrisiken zuerst Korrekturmaßnahmen erforderlich sind.

Konkurrierende operative Prioritäten können diesen Schritt erschweren. Es ist wichtig, teamübergreifend zusammenzuarbeiten, um zu ermitteln, welche Sicherheitsrisiken die größten potenziellen Auswirkungen haben und unbedingt behoben werden müssen.

4. Behebung

Der nächste Schritt ist die Behebung, bei der du die Schwachstelle tatsächlich angehst. Sicherheitslücken werden durch Patches, Konfigurationsänderungen oder kompensierende Kontrollen behoben, damit sich der Aufwand beim Krisenmanagement verringert.

Es ist wichtig, die Risikobehebung über mehrere Teams hinweg zu koordinieren, um sicherzustellen, dass Sicherheitsrisiken beseitigt werden, ohne die Betriebsbereitschaft zu beeinträchtigen.

5. Verifizierung

Nach Abschluss der Behebung ist es wichtig zu überprüfen, ob die Sicherheitsrisiken tatsächlich behoben wurden. Validierungsscans spielen eine wesentliche Rolle bei der Feststellung, ob die Sicherheitsrisiken beseitigt sind. Denke an diesem Punkt auch daran, die getroffenen Maßnahmen zur Compliance zu dokumentieren und deine Liste der Sicherheitsrisiken bei Bedarf zu aktualisieren.

Es ist wichtig, Sicherheitsrisiken während des gesamten Lebenszyklus des Sicherheitsrisikomanagements zu verfolgen. Eine unvollständige Nachverfolgung oder ein vorzeitiger Abschluss kann zu nur teilweise behobenen Sicherheitsrisiken führen, die weiterhin eine Bedrohung für dein Unternehmen darstellen.

6. Berichterstellung

Unternehmen sollten ihren Risikostatus im Verlauf der Zeit überwachen und sich verändernde Trends analysieren. Dazu gehören Scans und Penetrationstests, die Überprüfung von Sicherheitskontrollen, die Entwicklung eines Risikoregisters sowie die Untersuchung, wie sich verändernde Cybersicherheitstrends auf dein Unternehmen auswirken könnten.

Die Berichterstellung hat erhebliche Auswirkungen auf die Governance und die langfristige Prozessverbesserung. Berichte helfen dir, deinen Risikostatus zu optimieren und Sicherheitsrisikomanagement-Prozesse zu präzisieren, die eine entscheidende Rolle für die Cybersicherheit spielen.

Warum scheitert das Sicherheitsrisikomanagement so oft?

Das Sicherheitsrisikomanagement ist zwar eine wirksame Strategie, um die Cybersicherheit zu stärken, doch es funktioniert nicht immer richtig. Hier sind einige der gängigen Gründe, warum das Sicherheitsrisikomanagement scheitert:

  • Erkennung übersteigt betriebliche Kapazität: Das Erkennen von Bedrohungen ist ein wichtiger Schritt beim Sicherheitsrisikomanagement. Du musst aber auch in der Lage sein, diese Bedrohungen zu beseitigen. Wenn die Erkennung die operative Kapazität übersteigt, kannst du nicht alle erkannten Sicherheitsrisiken beheben.

  • Unklare Zuständigkeit: Wenn sich Teammitglieder ändern oder du nicht feststellen kannst, welche Teams für eine Schwachstelle verantwortlich sind, kann es zu nicht behobenen Sicherheitsrisiken kommen, die weiterhin eine Bedrohung für dein Unternehmen darstellen.

  • Isolierte Workflows: Workflows, die sich über mehrere voneinander isolierte Systeme erstrecken, erschweren die Zusammenarbeit und das Beheben von Sicherheitsrisiken.

  • Inkonsistente Priorisierung: Wenn Sicherheitsrisiken nicht richtig priorisiert werden, konzentrieren sich Teams möglicherweise zuerst auf weniger wichtige Fehlerbehebungen, während kritische Bedrohungen bestehen bleiben.

  • Eingeschränkte Sichtbarkeit des Fortschritts: Sichtbarkeit ist ein Schlüsselbestandteil, um den Status jedes Sicherheitsrisikos zu verstehen. Wenn sie fehlt, können Nachverfolgung und Behebung schwierig sein.

Die Rolle von ITSM beim Sicherheitsrisikomanagement

ITSM spielt eine wesentliche Rolle beim Sicherheitsrisikomanagement und erleichtert die Erkennung und das Management von Sicherheitsbedrohungen.

Von den Sicherheitserkenntnissen zur operativen Arbeit

Wenn ein Sicherheitsrisiko erkannt wird, muss es so schnell wie möglich behoben werden. ITSM verbindet die Ergebnisse der Erkennung mit strukturierten Workflows zur Behebung und trägt dazu bei, dass Sicherheitsrisiken reibungslos von der Erkennung und Bewertung über die Behebung bis hin zur Verifizierung übergehen. 

Standardisierung von Behebungsprozessen in allen Teams

Servicemanagementplattformen vereinfachen die Erfassung, Priorisierung und Nachverfolgung, um den Behebungsprozess teamübergreifend zu standardisieren. Damit ist sichergestellt, dass alle einen strukturierten Behebungsprozess befolgen. Du musst dir also keine Sorgen über nicht behobene Sicherheitsrisiken oder mangelnde Nachverfolgung machen.

Verantwortungsbewusstsein und koordinierte Reaktion

Das Zuweisen von Zuständigkeiten, Deadlines und Eskalationswegen verbessert die Ergebnisse bei der Behebung, da Teams verantwortlich bleiben und zusammenarbeiten können, um eine koordinierte Reaktion auf Sicherheitsrisiken zu entwickeln. Die Behebung wird vereinfacht, wenn die Teams wissen, wer wofür verantwortlich ist, bis wann die Behebung abgeschlossen sein muss und an wen sie Sicherheitsrisiken bei Bedarf eskalieren können.

Verbesserung der Transparenz in Bezug auf Risikostatus und Fortschritt

ITSM-Software bietet durch zentrale Dashboards und Berichte mehr Transparenz in Bezug auf den Risikostatus und den Fortschritt. Das hilft Unternehmen, die Risikominderung zu überwachen und ihren Risikostatus sowie die Bereiche, die verbessert oder geändert werden müssen, besser zu verstehen.

Wie Jira Service Management Schwachstellen-Workflow unterstützt

Jira Service Management (JSM) ist ein hervorragendes Tool zur Unterstützung des Schwachstellenmanagements. Jira automatisiert die Aufnahme aus Sicherheitstools und wandelt erkannte Bedrohungen in strukturierte Tickets um. Außerdem optimiert JSM das Schwachstellenmanagement durch Priorisierung und SLA-gesteuerte Workflows.

Da JSM Teams in Echtzeit Einblick in den Status von Schwachstellen und deren Behebung gibt, können IT-, Sicherheits- und Entwicklerteams außerdem zusammenarbeiten, um Probleme effektiv zu lösen.

Jira verbindet auch Prozesse des Behebungs- und Änderungsmanagements, was den Prozess zum Ändern von IT-Infrastruktur und Code vereinfacht. Außerdem bietet es Berichte über den Fortschritt der Behebung und Risikotrends. So erhältst du ein umfassendes Bild deiner Risikolage und der potenziellen Bedrohungen, denen deine Organisation ausgesetzt ist.

Best Practices für das Schwachstellenmanagement

Durch Einhalten von Best Practices für das Schwachstellenmanagement und ITSM vereinfachst du die Cybersicherheit und schützt deine Organisation.

  • Sicherheits- und Service-Management-Workflows aufeinander abstimmen: Aufeinander abgestimmte Sicherheits- und Service-Management-Workflows machen jeden Schritt des Schwachstellenmanagementprozesses einfacher. Erkannte Bedrohungen werden automatisch in Tickets umgewandelt und Teams haben einen klaren Blick auf den Fortschritt der Behebung.

  • Playbooks für die Behebung standardisieren: Wenn verschiedene Teams unterschiedliche Playblooks bei der Behebung anwenden, sind die Ergebnisse nicht immer besonders gut. Das Erstellen standardisierter Playbooks sorgt dafür, dass alle am gleichen Strang ziehen.

  • Nach Geschäftsrisiko und Ausnutzbarkeit priorisieren: Einige Schwachstellen lassen sich sehr leicht ausnutzen und haben schwerwiegende Auswirkungen. Auf diese Risiken solltest du dich bei der Behebung zuerst konzentrieren. Risiken, die weniger schwerwiegend oder ausnutzbar sind, können nach den geschäftskritischen Risiken behoben werden.

  • Sich wiederholende Koordinationsaufgaben automatisieren: Die Automatisierung sich wiederholender Aufgaben mit ITSM-Software spart Zeit und reduziert menschliche Fehler. So kannst du mehr Zeit darauf verwenden, dich auf Cybersicherheit als Ganzes zu konzentrieren.

  • Die Behebungsleistung mit operativen Metriken messen: Mit KPIs für das Vorfallmanagement und anderen operativen Metriken lässt sich die Behebungsleistung ganz einfach messen. Außerdem kannst du so herausfinden, wie du deinen Behebungsprozess noch verbessern kannst.

Schwachstellenmanagement im großen Maßstab operationalisieren

Das Schwachstellenmanagement ist einer von mehreren entscheidenden Aspekten der Cybersicherheit, aber es ist nicht so einfach, wie du vielleicht denkst. Organisationen, die Workflows operationalisieren, verringern Risiken konsequenter, daher sind standardisierte Prozesse der Schlüssel.

Jira Service Management kann dir helfen, das Schwachstellenmanagement von der Erkennung über die Behebung bis hin zur Berichterstattung zu optimieren.