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So verwendest du die Nominale-Gruppen-Technik für bessere Gruppenentscheidungen
Die wichtigsten Punkte
Die Nominale-Gruppen-Technik ist eine Methode zur Ideenfindung in Gruppen, die jedem Teilnehmer das gleiche Mitspracherecht einräumt und verhindert, dass einzelne Teilnehmer die Diskussion dominieren.
Die Methode eignet sich am besten, wenn Teams Ideen priorisieren, komplexe Probleme lösen oder einen Konsens bei wichtigen Entscheidungen erreichen müssen.
Die Technik umfasst im Wesentlichen fünf Schritte: Problemdefinition, stille Ideensammlung, Reihum-Austausch, Gruppendiskussion und geheime Abstimmung.
Teams, die Confluence-Whiteboards bei der Nominale-Gruppen-Technik einsetzen, können ihre Ideen in Echtzeit dokumentieren und aus der Entscheidung der Gruppe unmittelbar einen Plan ableiten.
Die Nominale-Gruppen-Technik nimmt mehr Zeit in Anspruch als ein ungezwungenes Brainstorming, liefert aber oft bessere Ergebnisse und eine klarere Prioritätensetzung.
Es ist nicht einfach, in einer Gruppe gemeinsam Prioritäten herauszuarbeiten. Manche Teilnehmer werden die Diskussion dominieren, während andere kaum etwas dazu beitragen. Gute Ideen gehen in Diskussionen unter und Meetings enden oft ohne klare Ergebnisse. Die Nominale-Gruppen-Technik löst diese Probleme, indem sie eine Struktur vorgibt, in der jede Stimme gleichviel zählt.
Was genau ist also die Nominale-Gruppen-Technik? In diesem Artikel wird die Nominale-Gruppen-Technik beschrieben, wann du sie einsetzt und wie eine effektive Gruppendiskussion damit aussieht.
Was ist die Nominale-Gruppen-Technik?
Die Nominale-Gruppen-Technik ist eine Methode zur Ideenfindung, die Teams dabei hilft, Ideen zu sammeln und in einem fairen Verfahren auszuwählen. Im Gegensatz zum traditionellen Brainstorming, bei dem die TeiInehmer ihre Ideen einfach in die Runde werfen, verwendet dieser Ansatz eine Abfolge von Schritten, um sicherzustellen, dass alle Stimmen gleiche Beachtung finden.
Teilnehmer beginnen damit, ihre Ideen im Stillen aufzuschreiben, bevor die Diskussion stattfindet. Dann stellt jeder nacheinander seine Idee der Gruppe vor. Nachdem alle Ideen auf dem Tisch liegen, werden sie in der Gruppe diskutiert. Schließlich stimmen die Personen geheim über die Ideen ab.
Dieser Ablauf verhindert die üblichen Fallstricke normaler Brainstorming-Sitzungen, bei denen einige wenige selbstbewusste Teilnehmer die gesamte Diskussion dominieren.
Vorteile der Nominale-Gruppen-Technik
Die Nominale-Gruppen-Technik beseitigt zahlreiche Frustrationspunkte, mit denen Teams bei Gruppenentscheidungen konfrontiert sind. Zu den Vorteilen zählen:
Gleichberechtigte Beteiligung: Alle Teilnehmer haben die gleiche Chance, ihre Ideen vorzubringen, unabhängig von ihrer Rolle oder ihrer Persönlichkeit. Eine stille Ideenfindung bedeutet, dass Extrovertierte die Introvertierten nicht übertönen und dass jüngere Teammitglieder selbstbewusst neben erfahrenen Mitarbeitern ihre Meinung vertreten können.
Organisierte Diskussionen: Das Rundum-Format sorgt dafür, dass fokussiert und produktiv diskutiert wird. Anstatt zwischen Themen hin und her zu springen, arbeiten Teams jeden Vorschlag systematisch ab.
Objektivere Entscheidungsfindung: Geheime Abstimmungen nehmen den sozialen Druck aus der finalen Entscheidung. Die Teilnehmer können Ideen nach ihrer Qualität bewerten und nicht danach, wer sie vorgeschlagen hat, was zu Entscheidungen führt, die die tatsächlichen Prioritäten der Gruppe widerspiegeln.
Vielfältige Perspektiven: Die Phase der stillen Ideenfindung fördert individuelle Ideen zutage, die nicht von den anderen Teilnehmern beeinflusst sind. Teams äußern Ideen, die ihnen in einem herkömmlichen Meeting vielleicht nie in den Sinn gekommen wären.
Umsetzbare Ergebnisse: Die Abstimmung ergibt eine übersichtliche, nach Priorität geordnete Liste, aus der die Teams genau ersehen können, worauf sie ihre Anstrengungen konzentrieren sollten.
Wann wird die Nominale-Gruppen-Technik verwendet?
Die Nominale-Gruppen-Technik funktioniert am besten, wenn dein Team klare Prioritäten bestimmen oder Konsens bei wichtigen Entscheidungen herstellen muss. Beispiele für Situationen, in denen du diese Technik anwenden kannst:
Projektplanung: Verwende die Technik, wenn ihr eine neue Initiative startet, um wichtige Meilensteine, potenzielle Hindernisse oder zu entwickelnde Features zu bestimmen. Das hilft funktionsübergreifenden Teams dabei, sich auf die wichtigsten Aufgaben zu einigen.
Ressourcenzuteilung: Wenn dir begrenzte finanzielle Mittel, Zeit oder Personal zur Verfügung stehen, hilft diese Methode Teams dabei, eine Auswahl zu treffen. Durch die geheime Abstimmung wird sichergestellt, dass Entscheidungen auf der Grundlage der Zustimmung getroffen werden und nicht davon abhängen, wer den größten Einfluss hat.
Problemlösung: Bei komplexen Herausforderungen sind vielfältige Perspektiven hilfreich. Bei der Nominale-Gruppen-Technik tragen alle Teilnehmer in gleichem Maße zu einer potenziellen Lösung bei, bevor bewertet wird, welche Ansätze am vielversprechendsten sind.
Risikoidentifizierung: Verwende diese Technik, um Risiken aufzudecken, auf die das Team möglicherweise reagieren muss. Die stille Ideensammlung ermöglicht es den Teilnehmern, Bedenken anzubringen, die sie in einer offenen Diskussion vielleicht nur zögerlich äußern würden.
Strategische Entscheidungen: Wenn Führungsteams sich auf Quartalsziele oder Produkt-Roadmaps einigen müssen, sorgt diese Methode für Konsens, ohne dass endlose Debatten entstehen. Sie fügt sich nahtlos in die Projektzusammenarbeit ein, insbesondere wenn Entscheidungen mehrere Beteiligte betreffen.
Die wesentlichen Schritte bei der Durchführung der Nominale-Gruppen-Technik
Die strikte Einhaltung der Schrittabfolge bei der Nominale-Gruppen-Technik gewährleistet Fairness und einen effizienten Ablauf. Jede Phase zielt darauf ab, konsensbasierte Entscheidungen zu treffen, die das kollektive Wissen der Gruppe widerspiegeln.
1. Das Problem bzw. die Entscheidung definieren, die diskutiert werden sollen
Starte mit einer klaren, fokussierten Frage oder Problemstellung. Der Moderator schreibt die Frage für alle sichtbar auf, und vergewissert sich, dass die Gruppe die Aufgabe verstanden hat.
Gute Problemstellungen sind konkret genug, um das Denken zu lenken, aber offen genug, um vielfältige Lösungen zu ermöglichen. Zum Beispiel funktioniert die Frage "Wie können wir die Anzahl der Kundensupport-Tickets reduzieren?" besser als "Wie können wir die Kundenerfahrung verbessern?"
2. Zeit für die stille Ideenfindung einplanen, um kreative Lösungen anzuregen
Gib den Teilnehmern 5 bis 10 Minuten Zeit, um ihre Ideen einzeln und ohne Diskussion in der Gruppe aufzuschreiben. Das vermeidet Voreingenommenheit und fördert einzigartige Sichtweisen zutage. Wenn alle für sich arbeiten, werden sie nicht vom Gruppendenken beeinflusst oder fühlen sich an die erstgenannten Ideen gebunden.
Teams können Online-Whiteboards oder eine Brainstorming-Vorlage verwenden, um die Ideen in dieser Phase aufzuschreiben. Confluence-Whiteboards funktionieren gut für Remote-Teams, da alle den gemeinsamen Arbeitsbereich sehen können, während sie unabhängig voneinander etwas dazu beitragen. Wenn dein Team anfangs Unterstützung benötigt, kann es Rovo in Confluence zur Ideensammlung nutzen und auf einer Smart Card Informationen zu einem bestimmten Themenbereich sammeln.

3. Die Ideen einzeln der Gruppe vorstellen
Die Teilnehmer stellen abwechselnd ihre Ideen vor. Der Moderator notiert diese auf einem gemeinsamen Board oder in einem Dokument. Jeder in der Gruppe ist nacheinander dran. So wird jede Stimme gehört und keine einzelne Person kann die Diskussion beherrschen.
Während der einzelnen Vorträge sind keine Diskussionen oder Kritik erlaubt. Alle Ideen sollen gleichwertig in der Gruppe gehört werden.
4. Die Ideen in der Gruppe diskutieren und Fragen stellen
Sind alle Ideen notiert? Dann ist es Zeit für die Diskussion in der Gruppe. Ziel ist es, die Ideen zu erklären, bis sie alle verstanden haben, und ähnliche Einfälle zusammenzuführen. Es geht nicht darum zu diskutieren, welche Ideen am besten sind.
Fordere die Teilnehmer auf, Fragen zu stellen und vorzuschlagen, wie ähnliche Ideen kombiniert werden könnten. Der Moderator nimmt dabei eine objektive Haltung ein und steuert die Diskussion so, dass nur klärende Fragen gestellt werden. Das stärkt die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt in der Gruppe und jede Stimme wird gehört.
Auch hier können Confluence-Whiteboards wieder helfen, indem sie es Teams erleichtern, ähnliche Ideen visuell zu gruppieren und Konzepte zu verbinden. Verwende die Gruppenfunktion bei den Notizen, um Ideen automatisch in Themen zu organisieren und Muster zu erkennen. Die Funktionen von Confluence erleichtern die Zusammenarbeit und unterstützen den Wissensaustausch in Echtzeit zwischen getrennt arbeitenden Teams.
5. Geheime Abstimmung und Auswahl der besten Ideen
Lass die Teilnehmer über die Ideen abstimmen oder sie basierend auf vereinbarten Kriterien wie Machbarkeit, Effekt oder Übereinstimmung mit den Zielen bewerten. Durch die geheime Abstimmung werden Entscheidungen objektiver getroffen.
Gängige Ansätze sind zum Beispiel, jeder Person eine bestimmte Anzahl von Stimmen zu geben, die sie auf ihre Favoriten verteilen kann, oder alle zu bitten, ihre Top-5- bis Top-10-Ideen in eine Reihenfolge zu bringen. Eine Priorisierungsmatrix kann Teams dabei helfen, Ideen anhand mehrerer Kriterien zu bewerten. Der Moderator zählt die Ergebnisse zusammen, um zu ermitteln, welche Ideen die meiste Unterstützung erhalten haben, und erstellt einen priorisierten Aktionsplan.
Am Ende der Abstimmung nutze die KI-Funktionen von Confluence, um die wichtigsten Punkte, Entscheidungen und nächsten Schritte vom Board auf einer Confluence-Seite zusammenzufassen und einen Plan mit Aktionspunkten zu erstellen.
Nachteile der Nominale-Gruppen-Technik
Die Nominale-Gruppen-Technik erzielt in der Regel bessere Ergebnisse als ein unstrukturiertes Meeting. Dennoch ist sie nicht für jede Situation geeignet. Wenn das Team die Einschränkungen kennt, kann es besser entscheiden, wann die Methode sinnvoll ist.
Zeitaufwand: Alle fünf Schritte zu durchlaufen kann 60 bis 90 Minuten dauern, insbesondere bei größeren Gruppen. Der Aufwand zahlt sich bei wichtigen Entscheidungen aus, aber bei schnellen Entscheidungen, die keinen vollständigen Konsens erfordern, ist das vielleicht etwas übertrieben.
Erfahrene Moderation erforderlich: Eine Person muss die Gruppe anleiten, den Ablauf steuern und während der ganzen Zeit neutral agieren. Ohne eine gute Moderation kann sich das Meeting in die Länge ziehen oder in dieselben Dynamiken verfallen, die diese Technik eigentlich verhindern soll.
Weniger Spontaneität: Die Methode kann sich im Vergleich zu kreativeren Brainstorming-Techniken starr anfühlen. Der geordnete Ablauf lässt keine wirklich freie Diskussion zu und schränkt den natürlichen Ideenfluss ein. Wenn die Gruppe bereits einen Konsens erzielt hat oder an sehr kreativen Problemen arbeitet, funktionieren lockerere Formate besser.
Beispiel für die Nominale-Gruppen-Technik in Aktion
Hier ein Beispiel für die Verwendung der Nominale-Gruppen-Technik für eine schwierige Entscheidungsfindung und Priorisierung:
Stell dir ein Produktteam in einem B2B-Softwareunternehmen vor, das Kundenfeedback für den nächsten Release-Zyklus priorisieren muss. Es liegen Dutzende von Feature-Anfragen vor. Das Team kann nicht jeder Anfrage nachkommen, daher verwendet es die Nominale-Gruppen-Technik, um einen Konsens zu erreichen.
Der Produktmanager formuliert die Fragestellung wie folgt: "Welche drei der von Kunden gewünschten Funktionen sollten wir im zweiten Quartal unter Berücksichtigung der potenziellen Auswirkungen und der Machbarkeit vorrangig behandeln?" Dadurch erhält das Team einen klaren Rahmen für den Umfang.
Während der Ideenfindung in Stillarbeit überprüfen die Teammitglieder das Feedback-Protokoll und notieren sich ihre wichtigsten Optionen. Der Engineering Lead konzentriert sich auf Funktionen, die die technischen Schulden reduzieren würden. Der Customer Success Manager rückt Anfragen von wichtigen Kunden in den Fokus.
In der Round-Robin-Phase stellt jede Person eine Funktion vor, während der Moderator sie auf einem Whiteboard festhält. Am Ende ergeben sich 12 unterschiedliche Funktionen.
In der Diskussionsphase zeigt sich, dass es sich bei drei Funktionen letztlich um Variationen derselben Anfrage handelt. Das Team fasst diese zu einem einzigen Punkt zusammen und präzisiert den Umfang der beiden anderen.
Schließlich erstellt jedes Mitglied privat eine Rangliste seiner fünf wichtigsten Funktionen. Der Moderator zählt die Stimmen zusammen und stellt eine klare Einigung über die drei wichtigsten Prioritäten fest.
Confluence-Whiteboards nutzen, um deine besten Ideen festzuhalten, zu bewerten und umzusetzen
Confluence-Whiteboards bieten Teams einen visuellen Arbeitsbereich, in dem sie von überall aus Sitzungen nach der nominalen Gruppentechnik durchführen können, sowie KI-Funktionen, die für Ordnung sorgen.
Beim Brainstorming kann Rovo "Smart Cards" erstellen, um Informationen zu sammeln und alle auf den gleichen Stand zu bringen, bevor ihr euch dann den Ideen widmet. Im Laufe der Diskussion gruppiert die KI verwandte Notizen automatisch nach Themen. Am Ende der Sitzung erfasst die Funktion für Zusammenfassungen und Erstellungen die wichtigsten Punkte, Entscheidungen und nächsten Schritte und wandelt diese Zusammenfassung dann in eine Confluence-Seite um.
Die priorisierten Aufgaben bleiben in Confluence, wo die Teams Verantwortliche zuweisen, Deadlines festlegen und den Fortschritt verfolgen können. Dank der Integrationen in Jira und Trello fließen die Entscheidungen deines Teams direkt in die Workflows für die Ausführung ein.